Wie kann die Pflege in und um Speyer weiterentwickelt werden? Und welchen Beitrag können soziale Träger, Wirtschaft und Stadtgesellschaft gemeinsam leisten?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich der DRK Kreisverband Germersheim und die Wirtschaftsförderung der Stadt Speyer beim gestrigen Kooperationsgespräch.

Der Ort des Gesprächs gab zugleich eines der zentralen Themen vor: mit seinem Standort in Speyer ist der DRK Kreisverband Germersheim bereits in der Pflege und Pflegeberatung aktiv. Im Gespräch ging es somit auch darum, welche Möglichkeiten sich aus den vorhandenen Strukturen für eine Weiterentwicklung und einen Ausbau der pflegerischen Angebote in Speyer und der Region ergeben.
Thematisiert wurden unter anderem auch die Anforderungen an den Pflegeberuf und die Frage, wie mehr Menschen für eine Tätigkeit in der Pflege gewonnen werden können. Dabei wurde deutlich: Es geht nicht allein darum, Nachwuchskräfte für das bestehende System zu gewinnen. Es darf auch die Frage erlaubt sein, ob und wie Strukturen in der Pflege weiterentwickelt werden müssen, um den Beruf für angehende Fachkräfte trotz der Anforderungen attraktiv zu gestalten und gleichzeitig eine verlässliche Versorgung der Menschen sicherzustellen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei selbstverständlich die Ausbildung. Als Träger, der selbst ausbildet, bringt der Kreisverband Germersheim eigene Erfahrungen und Kompetenzen ein und begleitet Nachwuchskräfte auf ihrem Weg in den Pflegeberuf. Gesucht sind Menschen, die Interesse an der Arbeit mit und für Menschen mitbringen, Freude an der Zusammenarbeit haben und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wer sich für einen sinnstiftenden Beruf in der Pflege interessiert und sich engagieren möchte, findet beim DRK Kreisverband Germersheim vielfältige Möglichkeiten für den Einstieg und die eigene berufliche Entwicklung.
Darüber hinaus ging es um konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen dem Kreisverband, der Wirtschaftsförderung und weiteren Akteuren vor Ort. Besprochen wurde unter anderem die Frage, wie sich haupt- und ehrenamtliches Engagement sinnvoll ergänzen können und wo bestehende Angebote gemeinsam weiterentwickelt und vorhandene Bedarfe abgedeckt werden können.
Der Kreisverband gab dabei einen Einblick in die unterschiedlichen Bereiche seiner Arbeit. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Kita- und Schulinklusion sowie der ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfe, die ambulante Pflege und Pflegeberatung, dem Hausnotruf sowie Alltagshilfen für Menschen, die Unterstützung im täglichen Leben benötigen. Mit der Breitenausbildung vermittelt der Kreisverband zudem wichtige Kenntnisse in Erster Hilfe, die im Ernstfall Leben retten kann.
Deutlich wurde: Die Fragen der sozialen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Entwicklung lassen sich nicht getrennt voneinander betrachten. Ausbildung, Fachkräftesicherung, ehrenamtliches Engagement und gute Angebote vor Ort sind Themen, die eng miteinander verknüpft sind.

Der Austausch soll deshalb fortgesetzt werden – mit dem Ziel, gemeinsame Schnittstellen zu identifizieren, konkrete Kooperationen anzustoßen und somit einen nachhaltigen Mehrwert für die Menschen in der Region zu schaffen.