Bildung im Zeichen der Menschlichkeit

Wenn am 24. Januar der Internationale Tag der Bildung begangen wird, richten sich die öffentlichen Blicke meist auf Schulen und Universitäten. Doch Bildung ist weit mehr als ein akademischer Abschluss – sie ist das Rückgrat gesellschaftlicher Teilhabe und kollektiver Sicherheit. Für den DRK Kreisverband Germersheim ist dieser Tag deshalb ein Fixpunkt im Kalender.

Hier wird deutlich: Bildung rettet im Ernstfall Leben, ermöglicht Inklusion und sichert die fachliche Qualität im Ehren- sowie Hauptamt.

Inklusion als Fundament der Teilhabe

Ein zentraler Aspekt der Bildungsarbeit des Kreisverbandes ist die gelebte Inklusion. Mit dem Kita- und Schulinklusionsdienst unterstützt der Verband aktuell rund 70 Kinder und Jugendliche dabei, ihren individuellen Weg im Bildungssystem zu gehen. Das Ziel geht dabei über die reine Begleitung hinaus: Es gilt, bestehende Barrieren abzubauen – sowohl strukturelle Hindernisse als auch Vorurteile in der gegenseitigen Wahrnehmung. In multiprofessionellen Teams arbeiten pädagogische Fachkräfte hier Hand in Hand, um ein Umfeld zu schaffen, das jedem Kind eine maßgeschneiderte Förderung ermöglicht. Bildung wird so zum Werkzeug für echte Chancengleichheit.

Aufklärung und Unterstützung im Alltag

Über die Arbeit mit Kindern hinaus übernimmt der Kreisverband eine wichtige Lotsenfunktion im Bereich der sozialen Aufklärung. Bildung bedeutet hier vor allem Wissenstransfer für Menschen in belastenden Lebenssituationen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beratung pflegender Angehöriger. Durch gezielte Aufklärung über Entlastungsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten befähigt der DRK Kreisverband Germersheim Familien dazu, die häusliche Pflege nachhaltig und gesund zu gestalten.

Wissen, das im Ernstfall entscheidet

Doch Bildung beim Kreisverband findet auch dort statt, wo Sekunden zählen. Die Breitenausbildung – von klassischen Erste-Hilfe-Kursen bis hin zu spezialisierten Trainings für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen – befähigt Menschen dazu, in Notsituationen Verantwortung zu übernehmen. Parallel dazu bildet die Einsatzkräftegrundausbildung das fachliche Fundament für den Katastrophenschutz: Nur wer fundiert geschult ist, kann unter physischem und psychischem Stress sicher handeln.

Kontinuierliche Entwicklung gegen den Stillstand

„Stillstand ist keine Option“, unterstreicht der Kreisverband sein Engagement für lebenslanges Lernen. Ein dichtes Netz an Fortbildungsmöglichkeiten und In-house-Schulungen garantiert, dass die eigenen Teams stets auf dem neuesten Stand der Technik und Pädagogik bleiben. Von der Aufklärungsarbeit in der breiten Bevölkerung bis hin zur hochspezialisierten Weiterbildung der Einsatzkräfte: Bildung ist bei uns ein dynamischer Prozess.

Am 24. Januar zeigt sich somit einmal mehr: Bildung ist der rote Faden, der das soziale Gefüge und die Sicherheit im Landkreis zusammenhält. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird – kompetent, menschlich und auf Augenhöhe.